Utl.: VermittlerInnen und HelferInnen für alle Menschen am Karlsplatz=
Wien (OTS) – Bereits 5 Jahre lang sorgt die Einrichtung Help U dafür,
dass es am Verkehrsknotenpunkt Karlsplatz zu stetig weniger
Konfliktsituationen kommt. Das auf Initiative der Stadt Wien
gemeinsam mit den Wiener Linien im September 2005 gegründete Projekt
hat sich bewährt. “Das seit mehr als fünf Jahren im Einsatz stehende
Team von Help U konnte sich in den letzten Jahren bei allen Menschen,
die sich aus den verschiedensten Gründen am Karlsplatz aufhalten oder
sich dort bewegen, als wichtiger und verlässlicher Partner
etablieren. Das Erfolgsrezept von Help U heißt Vermittlung”,
resümiert Sonja Wehsely, Stadträtin für Gesundheit und Soziales.
“Den Verkehrsknotenpunkt Karlsplatz frequentieren rund 200.000
Menschen täglich. Für die Wiener Linien hat die Sicherheit der
Fahrgäste absolute Priorität. Das große Engagement der Help
U-MitarbeiterInnen hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich die
Atmosphäre und das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste am Karlsplatz
deutlich zum Positiven verändert haben”, so Wiener
Linien-Geschäftsführer Michael Lichtenegger.
“Die Situation am Karlsplatz ist durch die Arbeit von Help U objektiv
besser geworden. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt Wien, Polizei,
Wiener Linien, Help U und den SozialarbeiterInnen von Streetwork
funktioniert ausgezeichnet”, so der Wiener Drogenkoordinator Michael
Dressel. Mit Kommunikation, Konfliktmanagement und Prävention ist
Help U für alle Personengruppen am Karlsplatz Ansprechpartner und
zeichnet sich auch durch eine intensive Vernetzung mit der Polizei
und anderen bereits vor Ort tätigen Einrichtungen aus.
Zwtl.: Seit drei Jahren zunehmende Entspannung
Nachdem bereits in den Jahren 2008 und 2009 eine Entspannung der Lage
am Karlsplatz erreicht werden konnte, setzte sich dieser Trend im
ersten Halbjahr 2010 fort: Nach wie vor war es für Help U relativ
selten notwendig, eine Gruppierung aufzulösen oder über die
Beförderungsrichtlinien der Wiener Linien aufzuklären. Auch die Zahl
der Konflikte und Beschwerden war gering. Die Kontakte mit
Fahrgästen, PassantInnen und TouristInnen blieben dagegen weitgehend
stabil.
Dieser Entwicklung entsprechend war auch die Zahl der notwendigen
Help U-Interventionen rückläufig: Stiegen sie von 2006 auf 2007 noch
von rund 28.000 auf rund 37.000, war danach ein kontinuierlicher
Rückgang zu verzeichnen – im Jahr 2010 waren es nur mehr rund 19.000.
Erreicht wurde dieses niedrige Niveau von Behinderungen durch
verstärkte Präsenz der Help U-Teams in der Passage und wiederholtes
Kommunizieren der Verhaltensregeln sowie konsequentes Auflösen von
behindernden Gruppierungen. Auch das Exekutieren des Rauchverbots in
der Passage durch die Polizei trug zu dieser Entwicklung bei. Die
geringe Anzahl von Konflikten ist maßgeblich auf die verstärkte
Beziehungsarbeit mit den Suchtkranken zurückzuführen: So wurde
erreicht, dass sich diese bei Problemen untereinander an die Teams
von Help U wenden.
Im zweiten Halbjahr 2010 verstärkte sich diese positive Entwicklung:
Durch die erweiterten Angebote im Bereich der niederschwelligen
Tageszentren (TaBeNo-Süd und Ganslwirt) sowie die erhöhte
Polizeipräsenz ab Juni verringerte sich die durchschnittliche Zahl
jener sozial desintegrierten Personen, die im Gesamtareal Karlsplatz
zum selben Zeitpunkt anzutreffen sind, von im ersten Halbjahr rund 70
auf rund 40 im Dezember 2010. Zudem ist die Szene nun ständig in
Bewegung, Gruppierungen und längerer Aufenthalt stehen nicht mehr auf
der Tagesordnung. Dies trägt auch zu einem erhöhten subjektiven
Sicherheitsgefühl der NutzerInnen des Karlsplatzes bei.
Innerhalb des Jahres 2010 reduzierte sich die Anzahl an
Interventionen analog dazu von etwa 6.000 (Quartal 1) auf rund 3.600
(Quartal 4).
Zwtl.: Rasch, unkompliziert, bedarfsorientiert
Die Arbeit des Help U Teams hat sich in den letzten Jahren den
veränderten Rahmenbedingungen am Karlsplatz angepasst. Derzeit sind
zu bedarfsorientierten Zeiten (früh, tagsüber und/oder abends) acht
für ihre Aufgabe eigens ausgebildete MitarbeiterInnen am Karlsplatz
im Einsatz und durch eine einheitliche, orange Dienstkleidung für
alle erkennbar. Das Team besteht aus MitarbeiterInnen des Verein
Wiener Sozialprojekte und der Wiener Linien. Durch ihre ständige
Präsenz können sie genau beobachten, wann Konflikte entstehen sowie
wichtige Informationen an die anderen vor Ort tätigen Einrichtungen
(z. B. Streetwork oder Polizei) weitergeben. Das Team informiert oder
hilft in schwierigen Situationen rasch und unkompliziert. Es nimmt
auch Anliegen entgegen oder geht Hinweisen nach.
Rückfragehinweis:
Mag. Michael Eipeldauer
Mediensprecher StRin Maga Sonja Wehsely
Telefon: 01 4000-81231
E-Mail: michael.eipeldauer@wien.gv.at
Maga Heike Hromatka
Pressesprecherin des Wiener Drogenkoordinators Michael Dressel
Tel.: 01/ 4000/ 87 376
Fax: 01/ 4000/99 87 376
Handy: 0676/8118 87376
E-Mail: heike.hromatka@sd-wien.at
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