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VOLLFANS stehen auf Torrausch statt Vollrausch

Utl: Tatkräftig unterstützt von Rapid-Spieler Jürgen Patocka und Austria-Spieler Markus Suttner geht „VOLLFAN statt voll fett“, das Projekt für maßvollen Alkoholkonsum am Fußballplatz, in die 3. Runde

Wien (OTS) – Die unangenehmen Auswirkungen von zu viel Alkohol einmal nüchtern kennenzulernen, steht auch bei der dritten Welle des Projekts „VOLLFAN statt voll fett“ im Mittelpunkt. Junge Fans zwischen 16 und 25 Jahren sind im Rahmen des Projekts eingeladen, wieder beim Rauschbrillenparcours mitzumachen. Spezialbrillen simulieren durch eingeschränkte Rundumsicht und Doppelsehen einen ähnlichen Zustand, wie er sich nach intensiverem Alkoholkonsum einstellt. Eine „Rauschbrille“ bewirkt Fehleinschätzungen für Nähe und Distanz, führt zu Verwirrung und verzögerter Reaktionszeit, und gibt den TrägerInnen das Gefühl von Verunsicherung. Begleitet von routinierten TrainerInnen wird so die einschränkende Wirkung von Alkohol erfahrbar gemacht und bei den jungen StadionbesucherInnen die Auseinandersetzung mit dem eigenen Alkoholkonsum angeregt. Auch beim VOLLFAN-TOTO, das für die Herbstrunde neu aufgelegt wurde, steht die spielerische Beschäftigung mit den negativen Auswirkungen von Alkohol im Mittelpunkt.

„Damit werden die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Rahmen ihrer Interessen und in ihrer Sprache angesprochen und die Selbstverantwortung in ihrem persönlichen Umgang mit Alkohol gefördert“, so Gesundheits- und Sozialstadträtin Mag.a Sonja Wehsely.

Ab Mitte September ist das Projekt wieder bei jeweils drei ausgewählten Heimspielen von Austria und Rapid vor Ort und geht damit in die 3. und vorerst letzte Runde.

Suchtprävention durch praktische Auseinandersetzung
Was junge Fans der beiden Wiener Traditionsvereine FK Austria und SK Rapid ausprobieren können, haben auch die Profis, Austria-Spieler Markus Suttner und Rapid-Spieler Jürgen Patocka, kürzlich getestet: Die stark beeinträchtigende Auswirkung von Alkohol ab 1 Promille auf die Wahrnehmung und die Leistung – dabei hatten beide nicht einen einzigen Schluck Alkohol konsumiert. Simuliert wurde der Alkoholisierungsgrad mit der „Rauschbrille“, mit der selbst die erfahrenen Profis nicht ins leere Tor trafen, wovon sich jeder auf Facebook unter „Austriavollfan“ oder „Rapidvollfan“ überzeugen kann.

http://www.facebook.com/austriavollfans

http://www.facebook.com/rapidvollfans

„Wie riesig der Unterschied zwischen nüchtern und alkoholisiert sein kann, spürt man damit so intensiv – echt unglaublich“, war Markus Suttner von der Erfahrung beeindruckt. Und Jürgen Patocka meinte: „Da merkt man erst, wie sehr einen der Alkohol verunsichert und wie stark man die Kontrolle über den eigenen Körper verliert.“

„Die Erfahrung der Beeinträchtigungen durch Alkohol ist mit einer Rauschbrille besonders effektiv und nachhaltig, da sie mit klarem und nüchternem Kopf gemacht wird, während sich dieser Zustand bei Alkoholkonsum erst sehr langsam einstellt und bemerkbar macht“ bestätigt Dr. Artur Schroers, Leiter des Instituts für Suchtprävention der Sucht und Drogenkoordination Wien.

„Mehr Fußball – weniger Alkohol“
MutiplikatorInnen des Projekts „VOLLFAN statt voll fett“ sind mehr als 20 junge Fans von Austria und Rapid, die als Testimonials für das Projekt und als Peers in den Stadien im Einsatz sind. Sie sprechen mit Freecards und Infomaterialien Gleichaltrige an, laden sie zum Mitmachen beim VOLLFAN-TOTO sowie beim Rauschbrillenparcours ein. „Ich will lieber mehr Fußball als mehr Alkohol im Stadion“, begründet Tamara Apfelthaler von Rapid, warum sie bei dem Projekt seit Februar mitmacht. „Richtige Fans stehen nämlich auf den Torrausch, und nicht auf Vollrausch.“ Und René Rodlauer, Peer und Austria-VOLLFAN, betont: „Nicht nur mir gehen oft die stark besoffenen Typen schwer auf die Nerven – darum find ich die Aktion echt wichtig!“

Suchtpräventionsprojekt gemeinsam mit FK Austria Wien und SK Rapid Wien
Das Projekt „VOLLFAN statt voll fett“ wurde Mitte Februar vom Institut für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien gestartet und läuft bis Ende November 2011. Ziel ist die Thematisierung von problematischem Alkoholkonsum in jugendaffiner Fußballsprache – gemeinsam mit den Projektpartnern FK Austria Wien und SK Rapid Wien. In drei Wellen werden junge StadionbesucherInnen zwischen 16 und 25 Jahren angesprochen. Auch VereinsmitarbeiterInnen, StadionbetreiberInnen und deren Personal, Gastro-Teams in den Stadien und vor Ort, Security und Exekutive in den Stadien sowie Sanitätsdienste werden in die Sensibilisierungsarbeit mit einbezogen. Die erste Welle sorgte für Problembewusstsein, eine Fokussierung auf die Fan-Rolle war das Ziel. Die zweite Welle förderte die Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsum. Die dritte Welle will Jugendliche zur Zustimmung zur Verhaltensänderung motivieren, um langfristig den Alkoholkonsum in den Stadien zu minimieren.

Das Projekt wird aus Mitteln des Fonds Gesundes Österreich gefördert.

Rückfragehinweis:

Mag.a Eva-Maria Wimmer
Pressesprecherin des Wiener Drogenkoordinators
Öffentlichkeitsarbeit
Geschäftsführung und Büro des Wiener Drogenkoordinators
Sucht- und Drogenkoordination Wien gemeinnützige GmbH
eine Organisation der Stadt Wien
Modecenterstraße 14 / Block B / 2.OG, 1030 Wien
Tel.: +43 1 4000 87376
Mobil: +43 676 8118 87376
Fax.: +43 1 4000 99 87376
eva-maria.wimmer@sd-wien.at

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