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Projekt Case Management in der Wiener Berufsbörse

Case-Management ist ein Instrument der KlientInnenarbeit, das sich aus der Einzelfallhilfe (casework) entwickelt hat. Im Gegensatz zu dieser klassischen Betreuungsform bietet Case Management die Möglichkeit, die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen zu forcieren. Ein Faktum, dass speziell in der Arbeit mit Suchtkranken die Chance der Reintegration wesentlich steigert. Fallverläufe werden im Interesse der KlientInnen „gemanagt“: Zwischen den beteiligten Institutionen gibt es eine geregelte Kooperation und Agreements, ihre Angebote betroffenen Suchtkranken zugänglich zu machen (Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik, Tagesarbeitsplätze, suchtspezifische Projekte, etc.) Case-ManagerInnen sorgen dafür, dass einzelnen Personen in diesen Institutionen ankommen, sich entwickeln und ihr Leistungs- und Belastungsniveau verbessern. Weiters begleiten Case-ManagerInnen KlientInnen während des Verbleibs in Institutionen und Maßnahmen. Bereits vor Beendigung des Verbleibs der KlientInnen erarbeiten Case-ManagerInnen gemeinsam mit den einzelnen KlientInnen die weiteren Schritte, sodass eine kontinuierliche Begleitung gewährleistet ist.

Ziel des Case-Managements der Wiener Berufsbörse ist die Reintegration in einen Arbeitsmarkt. Dies erfolgt unter anderem durch die Erhöhung der Lebens- und Leistungsqualität der betreuten Personen, ihrer Informiertheit und ihrer Stabilität. Case- Management nutzt die bestehenden Angebote des Wiener Sucht- und Drogenhilfenetzwerkes und ist in der Lage flexibel auf den individuellen Bedarf der einzelnen KlientInnen zu reagieren.

Bisherige Ergebnisse:

In einem Zeitraum von 18 Monaten wurden im Projekt Case-Management der Wiener Berufsbörse 575 suchtkranke Personen betreut (Alkohol, Drogen und Medikamente sowie KlientInnen in Substitutionsprogrammen). Ergebnisse liegen für 424 Personen, deren Betreuung bereits abgeschlossen werden konnte, vor: Ergebnisse bisher abgeschlossener Beratungen (N=435) Beschäftigung 27% Kurs/Qualifizierung 35% Interventionen, Stabilisierung 38% Insgesamt 62% der KlientInnen schafften es, einen direkten beruflichen Wiedereinstieg zu erarbeiten. Die restlichen 38 % führen vor einem noch bevorstehenden Wiedereinstieg zunächst Betreuungs- und Behandlungsschritte durch oder aber es erfolgen geeignete Interventionen im Einzelfall. Diese Werte stellen für die Population der suchtbelasteten KlientInnen einen außerordentlichen Erfolg dar.

Planung 2010/2011

In der kommenden ESF-Förderperiode ist geplant den Charakter der Methode Case- Management im Sinn einer wesentlichen Verstärkung der Begleitung und der Verlagerung der individuellen Betreuung von Suchterkrankten in eigens dafür konzipierte Maßnahmen bzw. in das bestehenden System der Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Wien umzusetzen. Gesamt werden innerhalb der kommenden ESFFörderperiode 700 Plätze innerhalb dieses Projekt zur Verfügung stehen.

Das Original zu diesem Ausdruck finden Sie online unter http://drogenhilfe.at/?p=2736.

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