Eine Wohnung zu haben und sie auch selbstständig halten zu können ist ein Grundvoraussetzung für die soziale Reintegration. „Wohnen“ muss jedoch im Fall der speziellen Zielgruppe von „Betreutes Wohnen“ erst wieder erlernt werden. Seit 1996 stehen Personen, die von Wohnungslosigkeit betroffen bzw. bedroht sind und illegale Substanzen konsumieren und/oder sich in einer Substitutionsbehandlung befinden oder nach einem früheren Drogenkonsum zur Zeit abstinent sind, 15 Wohnplätze in 11 Wohnungen (7 Einzelwohnplätze, 4 Wohnplätze in 2-er Wohngemeinschaften) zur Verfügung. Ein eigener Wohnraum ist auch die Voraussetzung dafür, dass im Zuge einer ambulanten psychosozialen Begleitbetreuung „life skills“ sowie eine geordnete Lebensgestaltung entwickelt, stabilisiert und ausgebaut werden können. Wichtig ist auch eine Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Diese Teilhabe ist bei vielen KlientInnen aufgrund ihrer Drogenkarriere verloren gegangen. Betreutes Wohnen setzte daher ein Konzept für Freizeitaktivitäten, über das soziales Verhalten, Erlebnisfähigkeit, Selbstwert und Selbstvertrauen trainiert und ausgebaut werden soll, um. Wenn KlientInnen nach der Betreuung bei „Betreutes Wohnen“ in eine Gemeindewohnung ziehen, bieten die SozialarbeiterInnen seit 2006, auf freiwilliger Basis, eine Nachbetreuung an.
Träger: Suchthilfe Wien gGmbH
Einrichtungsleiter: DSA Michael Dicker
Tel: 01/ 810 13 04

