VOLLFAN statt voll fett – Alkoholsuchtprävention in Wiener Fußballstadien
Das Projekt ist ein Alkoholsuchtpräventionsprojekt für Jugendliche zur Auseinandersetzung mit dem eigenen Alkoholkonsum in Wiener Fußballstadien.
Ziele und Inhalte des Projektes:
- Ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol bei den Fußballvereinen und den Jugendlichen sowie jungen Fans wird in den betreffenden Fußballstadien gefördert.
- Die Nachfrage nach und der Konsum von alkoholfreien, gesunden Getränkealternativen bei den Jugendlichen und jungen StadionbesucherInnen (inkl. Fanklubs) ist in und um die Stadien gestiegen.
- Die Auseinandersetzung mit dem eigenen individuellen Risikoverhalten und riskantem Substanzkonsum bei Jugendlichen und jungen StadionbesucherInnen ist gefördert.
- Die Jugendlichen und jungen StadionbesucherInnen übernehmen mehr Selbstverantwortung und verändern gegebenenfalls ihr Konsumverhalten in Bezug auf alkoholische Getränke.
Inhaltliche Schwerpunkte:
Es gibt eine Fokussierung auf die Rolle und Aufgabe des Fans im Stadion – Gleichaltrige thematisieren als Peers und Testimonials die Nachteile von übermäßigem Alkoholkonsum. Die Vermittlung und die Information erfolgen in der Sprache und Optik jugendlicher Fußballfans (Umgangssprache, Wiener Dialekt und Fußballjargon). Weiters stehen Mitmachaktionen auf dem Programm.
Das Angebot richtet sich an:
- Jugendliche und junge Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren im Aktionsfeld Wiener Fußballstadien
- MultiplikatorInnen im Stadionumfeld, wie zum Beispiel VereinsmitarbeiterInnen, StadionkoordinatorInnen, TeambetreuerInnen, Gastronomie und Security
Methoden und Umsetzung des Projektes:
Maßnahmen für jugendliche und junge StadionbesucherInnen:
- Weitergabe von Informationsmaterialien: pocket-info Alkohol, eigens entwickelte Give-aways
- Peer-Teams: Speziell geschulte Fußballfans verteilen vor dem Spiel Give-aways und Informationsmaterialien und suchen aktiv das Gespräch
- VOLLFAN-Wissenstest zum Thema Alkohol und Fußball mittels Applikation auf Tablet-PC
- Rauschbrillen-Parcours mit verschiedenen Übungen und Geschicklichkeitsaufgaben
- Facebook-Sites der VOLLFANs für jeden Fußballverein mit Quiz, Fan des Monats etc.
- Stadionbranding mit Postern, Sujets auf VidiWall und Mash-Banner – begleitet von Stadion-Durchsagen
Maßnahmen für MultiplikatorInnen:
- Peer-Schulungen / -Workshops
- Regelmäßige Vernetzungstreffen mit den MitarbeiterInnen der Fußballvereine
- Informationsfolder zum Projekt und zum Thema Alkohol
Dauer:
Seit Frühjahr 2011 bis laufend
KooperationspartnerInnen:
FK Austria Wien
SK Rapid Wien
Ausführende Agentur:
kommunikationsbuero gmbH
Kontakt:
Mag.a Susanne Schmiedhuber
Tel.: +43 1 4000 87314
susanne.schmiedhuber@sd-wien.at
SUPArb – Suchtprävention im arbeitsmarktpolitischen Kontext
Bei dem Projekt geht es darum, TrainerInnen der Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Wien Wissen zur Durchführung von suchtpräventiven Maßnahmen, Erkennung von Suchterkrankungen und Unterstützung von Betroffenen zu vermitteln.
Ziele und Inhalte des Projektes:
Das Projekt zielt auf die Früherkennung einer Suchterkrankung bei SchulungsteilnehmerInnen von Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Wien ab: TrainerInnen der Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik in Wien verfügen über Wissen zur Erkennung von Suchterkrankungen und unterstützen Betroffene bei der Einbindung in das bestehende Maßnahmenangebot des Wiener Sucht- und Drogenhilfenetzwerkes.
Inhaltliche Schwerpunkte:
Suchtprävention im arbeitsmarktpolitischen Kontext mit dem Schwerpunkt Maßnahmen zur Früherkennung einer Suchterkrankung. Bei der Basisschulung werden folgende Themenblöcke vermittelt: Suchtdefinition, Suchtformen – stoffgebundene und stoffungebundene, Suchtursachen und Lebenskompetenzmodell, Substanzen – Substitution, Einrichtungen des Wiener Sucht- und Drogenhilfenetzwerkes. Die Erarbeitung bzw. Sensibilisierung erfolgt auf folgende Themenbereiche: Sucht- und Arbeitsfähigkeit, riskanter Konsum und Sucht im beruflichen Alltag, Erkennen einer Intoxikation und einer möglichen Suchterkrankung, rechtliche Rahmenbedingungen.
Das Angebot richtet sich an:
Bildungseinrichtungen bzw. TrainerInnen, die Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik im Auftrag des AMS Wien durchführen.
Methoden und Umsetzung des Projektes:
Basisschulung bestehend aus 8 UE, wobei die Gestaltung des Seminars auf zweimal 4 UE aufgeteilt werden kann. Die MindestteilnehmerInnenzahl beträgt 10 Personen. Die Schulung kann sowohl in der Einrichtung selbst oder in den Räumlichkeiten des Verein Dialog stattfinden. Die Kosten der Schulung werden den TeilnehmerInnen durch die Sucht- und Drogenkoordination Wien im Rahmen von Subjektförderungen ersetzt.
Dauer:
8 UE; die Basisschulung wird laufend angeboten
KooperationspartnerInnen:
Verein Dialog Suchtprävention und Früherkennung
Arbeitsmarktservice Wien (AMS)
Zusätzlich zu der Basisschulung besteht im Rahmen einer Zertifizierung des Instituts für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien für Bildungsinstitute die Möglichkeit die Berechtigung zu erwerben, diese suchtpräventive Schulung anzubieten. Bei Interesse wenden Sie sich bitte diesbezüglich an das Institut für Suchtprävention.
Kontakt:
Mag.a Sonja Geyer
Tel.: +43 1 4000 87324
Wenn Süchte den Arbeitsalltag beeinträchtigen – Lösungen und Strategien für Unternehmen
Tagung des Instituts für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien
Ziele der Tagung:
Mit der Tagung will das ISP Impulse für eine aktive Auseinandersetzung von Unternehmen und MitarbeiterInnen mit Suchtprävention setzen sowie über bereits erfolgreich umgesetzte Präventionsmodelle und unterstützende Serviceleistungen des Instituts informieren. Anhand von Projekten aus der Unternehmenspraxis wird aufgezeigt, wie suchtpräventive Maßnahmen erfolgreich in Betrieben umgesetzt werden können. Weiters werden die TeilnehmerInnen über Konzepte, Modelle und aktuelle Standards der betrieblichen Suchtprävention informiert und sensibilisiert.
Inhaltliche Schwerpunkte:
Sucht ist ein Thema, das jeden Betrieb, unabhängig von seiner Größe, treffen kann. Betriebliche Suchtpräventionsprogramme werden mittlerweile international erfolgreich eingesetzt, um gesundheitliche, ökonomische und soziale Belastungen aufgrund von Suchtproblemen weitgehend zu vermeiden. Darüber hinaus helfen sie Betroffenen und Vorgesetzten, die Probleme frühzeitig zu erkennen, anzusprechen sowie lösungsorientierte Maßnahmen zu setzen.
Zu folgenden Fragen erhalten Sie Antworten auf der Tagung:
-
Inwiefern lohnt sich betriebliche Suchtprävention?
-
Was kann getan werden, um Sucht am Arbeitsplatz zu vermeiden?
-
Was kann getan werden, um mit suchtgefährdeten MitarbeiterInnen kompetent umzugehen?
-
Wo bekomme ich Unterstützung dafür?
-
An welchen konkreten Angeboten kann ich mich orientieren?
Neben Grundlagen und aktuellen Standards der betrieblichen Suchtprävention diskutieren international renommierte ExpertInnen auch die Rolle der Führungskräfte bei Suchtproblemen am Arbeitsplatz. Die Workshops zeigen Beispiele aus der Praxis und haben folgende Schwerpunkte: Projekte der Alkoholsuchtprävention, umfassende betriebliche Suchprävention und Lehrlingsprojekte.
Das Angebot richtet sich an:
- EntscheidungsträgerInnen aus dem Wirtschafts- und Gesundheitsbereich,
- Schlüsselkräfte für betriebliche Suchtprävention und Gesundheitsförderung in Wien,
- Personen, die an der Planung und Durchführung suchtpräventiver Projekte in Unternehmen beteiligt sind,
- leitende Personen in Unternehmen sowie der Personalentwicklung (Führungskräfte) und
- BeraterInnen, die in Unternehmen Projekte der betrieblichen Suchtprävention konzipieren, leiten und umsetzen.
Methoden und Umsetzung der Tagung:
Plenum-Referate, moderierter Talk zum Thema betriebliche Suchtprävention, praxisorientierte Workshops, Abschlussdiskussion mit Präsentation der Workshop-Ergebnisse und Ausblick
Datum:
Die Tagung fand am 11. November 2010 statt.
Ort:
Vista3 (Alfred-Dallinger-Platz 1, 1030 Wien, U3-Station Schlachthausgasse)
Kosten:
48,00 Euro
Kontakt:
Mag.a Sonja Geyer
Tel.: +43 1 4000 87324
Informationsfolder zur Tagung (PDF)
Fachliche Unterstützung zum Themenbereich „betriebliche Suchtprävention”
Laufzeit des Projekts:
laufend
Ziele des Projekts:
Sicherung fachlicher Standards suchtpräventiver Aktivitäten innerhalb von „Betrieben”
Gesundheit fördern – Suchtentwicklung verhindern
Suchtgefahren früh erkennen – rechtzeitig intervenieren
Inhalte und Methoden des Projekts:
- Planung, Durchführung und Koordination
- Fachliche Unterstützung bei suchtpräventiven Projekten sowie PlanungDurchführung und Koordination von (Pilot-) Projekten
- Initiieren und Aufrechterhalten fachspezifischer Vernetzung
- Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen von MultiplikatorInnen
- Bereitstellen von verschiedensten Informationsmaterialien
Kontakt:
Mag.a Sonja Geyer
Tel.: +43 1 4000 87324
Fortbildung „MOVE – Motivierende Kurzintervention bei (riskant) konsumierenden Jugendlichen”
MOVE ist ein Fortbildungsangebot mit dem Ziel MultiplikatorInnen in einem kompetenten Umgang mit konsumierenden Jugenlichen zu stärken.
Laufzeit des Projekts: seit 2005, laufend
Zielgruppe:
MultiplikatorInnenausbildung für LehrlingsausbildnerInnen sowie TrainerInnen und Coaches in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen
Ziele und Inhalte des Projekts:
MOVE regt die Jugendlichen zur Auseinandersetzung mit eigenen Konsummustern an, es stärkt die Veränderungsmotivation, macht Entscheidungsunsicherheiten sichtbar und verweist auf weiterführende Hilfen. Gelernt werden der Umgang mit Ambivalenzen, Empathie, Diskrepanzen entdecken und integrieren, Einstieg ins Gespräch, Umgang mit Widerstand, Ziele setzen – Vereinbarungen treffen.
Inhaltliche Schwerpunkte:
MOVE baut auf der Idee der Veränderung mit folgenden Annahmen auf:
• Verhaltensänderung ist ein dynamischer Prozess, der verschiedene Stadien durchläuft.
• Je nach Stadium dieses Prozesses sind unterschiedliche Gesprächsangebote für die Jugendlichen sinnvoll. MOVE ist eine evaluierte Beratungsfortbildung auf Grundlage des Motivational Interviewing (Miller/Rollnik) und des transtheoretischen Standortmodells (Prochaska/DiClemente/Velicer).
Das Angebot richtet sich an:
LehrlingsausbildnerInnen sowie TrainerInnen und Coaches in Betrieben, zum Beispiel MitarbeiterInnen der Personalabteilung, ArbeitspsychologInnen und ArbeitsmedizinerInnen. Es werden keine Kenntnisse zur Suchtprävention vorausgesetzt.
Methoden und Umsetzung des Projektes:
Konkrete Gesprächssituationen werden praxisnah trainiert (Paarübungen, Rollenspiele etc.) und durch Theorieinputs und Begleitmaterial vertieft. Das ISP stellt Seminarunterlagen zur Verfügung und stellt ein Abschlusszertifikat aus.
Dauer:
Das dreitägige Gesprächsführungstraining umfasst 27 Unterrichtseinheiten und wird von zwei zertifizierten MOVE-TrainerInnen durchgeführt.
Kosten:
Mindestkostenübernahme 1.800,- €
Kontakt:
Mag.a Manuela Meissnitzer-Lackner
Tel: +43 1 4000 87309

