Im Arbeitsbereich Suchtprävention in der außerschulischen Jugendarbeit gibt es derzeit folgende Projekte und Angebote:
Projekt: „Party Fit! – Alkoholprävention mit Peer-to-Peer-Ansatz bei Events”
Das Projekt Party Fit! bietet jungen Party- und EventbesucherInnen Informationen zu (riskantem) Alkoholkonsum durch geschulte Gleichaltrige (Peers).
Ziele und Inhalte des Projektes:
- die nachhaltige Reduzierung des problematischen Alkoholkonsums bzw. “maßvoller Umgang” mit Alkohol
- das Erlernen eines selbstverantwortlichen, risikobewussten Umgangs mit Alkohol durch Information und Intervention im Rahmen von Events
- die aktive Auseinandersetzung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit dem eigenen Konsum- bzw. Trinkverhalten
- die Anregung zu einer kritischen Überprüfung der eigenen Einstellung gegenüber dem riskanten Konsum von Alkohol
- die Bewusstseinsschärfung und Auseinandersetzung mit Gruppendruck innerhalb des Freundeskreises.
Inhaltliche Schwerpunkte:
Die Aufgabe der Party Fit!-Peers ist unter anderem die Informationsweitergabe von Feiertipps. Diese enthalten zum Beispiel Informationen zu risikominimierendem Verhalten und Kontaktdaten zu Anlaufstellen für alkoholbedingte gesundheitliche Probleme und Notfallsituationen. Bei Beratungsbedarf stehen ein bis zwei entsprechend ausgebildete EinsatzkoordinatorInnen zur Verfügung.
Das Angebot richtet sich an:
Jugendliche und junge Erwachsene (bis 25 Jahre) bei Events, wo Alkohol ausgeschenkt wird.
Methoden und Umsetzung des Projektes:
- Wissenstest zum Schwerpunkt Alkohol
- aktives und wertschätzendes Zuhören
- Weitergabe von Informationsmaterialien (Pocket-info Alkohol, Safer Party Guide in drei Sprachen und “give-away”-Karte).
Party Fit! ist das erste Projekt seiner Art in Wien. Die Umsetzung vor Ort erfolgt durch ChEck iT! (Suchthilfe Wien gGmbH). Das Party Fit!-Team besteht aus jungen Erwachsenen.
Kontakt:
Mag.a Monika Männersdorfer
Suchtprävention in der außerschulischen Jugendarbeit
Tel.: +43 1 4000 87323
monika.maennersdorfer@sd-wien.at
Fortbildung „MOVE – Motivierende Kurzintervention bei (riskant) konsumierenden Jugendlichen”
MOVE ist ein Fortbildungsangebot mit dem Ziel, MultiplikatorInnen in einem kompetenten Umgang mit konsumierenden Jugendlichen zu stärken.
Ziele und Inhalte des Projektes:
MOVE regt die Jugendlichen zur Auseinandersetzung mit eigenen Konsummustern an, es stärkt die Veränderungsmotivation, macht Entscheidungsunsicherheiten sichtbar und verweist auf weiterführende Hilfen. Gelernt werden der Umgang mit Ambivalenzen, Empathie, Diskrepanzen entdecken und integrieren, Einstieg ins Gespräch, Umgang mit Widerstand, Ziele setzen – Vereinbarungen treffen.
Inhaltliche Schwerpunkte:
MOVE baut auf der Idee der Veränderung mit folgenden Annahmen auf:
- Verhaltensänderung ist ein dynamischer Prozess, der verschiedene Stadien durchläuft.
- Je nach Stadium dieses Prozesses sind unterschiedliche Gesprächsangebote für die Jugendlichen sinnvoll. MOVE ist eine evaluierte Beratungsfortbildung auf Grundlage des Motivational Interviewing (Miller/Rollnik) und des transtheoretischen Standortmodells (Prochaska/DiClemente/Velicer).
Das Angebot richtet sich an:
MultiplikatorInnen und Schlüsselkräfte der außerschulischen Jugendarbeit, zum Beispiel JugendarbeiterInnen in Jugendzentren, ParkbetreuerInnen und StreetworkerInnen. Es werden keine Kenntnisse zur Suchtprävention vorausgesetzt.
Methoden und Umsetzung des Projektes:
Konkrete Gesprächssituationen werden praxisnah trainiert (Paarübungen, Rollenspiele etc.) und durch Theorieinputs und Begleitmaterial vertieft. Das ISP stellt Seminarunterlagen zur Verfügung und stellt ein Abschlusszertifikat aus.
Dauer:
Das dreitägige Gesprächsführungstraining umfasst 27 Unterrichtseinheiten und wird von zwei zertifizierten MOVE-TrainerInnen durchgeführt.
Kosten:
Mindestkostenübernahme: 1.200 €
Kontakt:
Mag.a Monika Männersdorfer
Suchtprävention in der außerschulischen Jugendarbeit
Tel.: +43 1 4000 87323
monika.maennersdorfer@sd-wien.at
Fortbildung „Lehrgang Suchtprävention in der Jugendarbeit”
Dieser Lehrgang ist eine Basisausbildung in Theorie und angewandter Suchtprävention für JugendarbeiterInnen.
Ziele und Inhalte des Projektes:
- Förderung eines professionellen Umgangs mit konsumierenden Jugendlichen
- Kompetenzförderung und Anregung für suchtpräventive Projekte
- Vermittlung von praxisorientierten Ansätzen und Methoden suchtpräventiver Arbeit.
Inhaltliche Schwerpunkte:
Grundlagen der Suchtprävention und angewandte Suchtprävention, breites Themenspektrum von “Partydrogen” über “Spielsucht”, Früherkennung bis zu Erlebnispädagogik im urbanen Raum, Gender-Aspekte und Diversität.
Das Angebot richtet sich an:
MitarbeiterInnen der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit in Wien, die entweder über eine sozialarbeiterische oder pädagogische (sozial- oder freizeitpädagogische) Vorbildung verfü-gen oder Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit haben. Es werden keine Kenntnisse zur Suchtprävention vorausgesetzt.
Methoden und Umsetzung des Projektes:
Seminare und Infoabende, Vorträge und Diskussion von/mit ExpertInnen der Suchtprävention, Kleingruppenarbeiten, Rollenspiele etc.
Dauer:
Der 7. Lehrgang umfasst 129,5 Unterrichtseinheiten und schließt mit einem Zertifikat ab.
Kosten:
Der 7. Lehrgang kostet 390 €. Der Kursbeitrag wird ehrenamtlichen MitarbeiterInnen der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit nach Abschluss refundiert.
KooperationspartnerInnen:
WienXtra-institut für freizeitpädagogik (ifp), Institutionen der Wiener Sucht- und Drogenhilfe
Kontakt:
Mag.a Monika Männersdorfer
Suchtprävention in der außerschulischen Jugendarbeit
Tel.: +43 1 4000 87323
monika.maennersdorfer@sd-wien.at
Das Modul Suchtprävention im Grundkurs Jugendarbeit ist eine erste Einführung in das Thema Suchtprävention für JugendarbeiterInnen.
Ziele und Inhalte des Projektes:
Vermittlung von Methoden und Ansätzen suchtpräventiver Arbeit im Rahmen eines eintägigen Seminars im Rahmen der einjährigen Basisausbildung für JugendarbeiterInnen.
Inhaltliche Schwerpunkte:
Modelle zur Suchtentstehung und -entwicklung, verschiedene suchtpräventive Ansätze und projektbezogene Suchtprävention.
Das Angebot richtet sich an:
JugendarbeiterInnen. Es werden keine Kenntnisse zur Suchtprävention vorausgesetzt.
Methoden und Umsetzung des Projektes:
Kleingruppenarbeit und Plenumsdiskussion.
Dauer:
Das Modul dauert ca. einen Tag.
KooperationspartnerInnen:
wienXtra-institut für freizeitpädagogik (ifp).
Kontakt:
Mag.a Monika Männersdorfer
Suchtprävention in der außerschulischen Jugendarbeit
Tel.: +43 1 4000 87323
monika.maennersdorfer@sd-wien.at

